Danke für alles Feedback zum Buch. Ich leite aus einem der Kommentare auf Amazon ab, dass die Mission wenigstens zur Hälfte erfüllt ist: Wenn man nach der Geburt merkt, dass etwas nicht stimmt… Sollte man dieses Buch lesen. Es erspart das wochenlange herumgoogeln. Man erhält die wichtigsten Informationen gebündelt und vor allem gut recherchiert und realistisch dargestellt. Es wird auf blumige Umschreibungen wie in anderen Medien verzichtet, die Dinge werden beim Namen genannt. Man wird bestärkt sich wirklich qualifizierte Hilfe zu suchen. So war es gedacht. Aber das allein genügt nicht. Als Ansporn für weitere Aufklärungsarbeit nehme ich den Satz einer Betroffenen. Sie schrieb in einer Social Media-Gruppe zu der Frage, ob sie es bereut, sich schon mit 28 zu einer Operation entschieden zu haben: “Keine Ahnung, ich hab keine Glaskugel und das wird mir wohl die Zeit zeigen. Ich kann euch nur sagen, dass ich heute weinend vor meinem Mann stand weil ich das erste Mal seit 1,5 Jahren nicht bei jedem Schritt meinen Gebärmutterhals und meine Blase in mir gespürt habe und nicht mehr das Gefühl habe ich falle nach unten auseinander und alles purzelt aus mir raus. Also ja, für heute war es die richtige Entscheidung 🙂.”  Die weitere Mission wäre, dass es das nicht mehr geben sollte. Keine Frau sollte mit 28 Jahren eineinhalb Jahre hinter sich bringen müssen, in denen sie bei jedem Schritt Gebärmutterhals und Blase in sich spürt und das Gefühl hatte, sie falle nach unten auseinander und alles purzelt aus ihr raus. Oder? An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an alle, die sich so nachhaltig mit engagieren.

Und hier gibt es jenseits der Amazonkommentare die Resonanz auf das Buch:

  • Der Mannheimer Morgen hat mit in seinem Debattenteil freundlicherweise Platz gegeben und getitelt: Müssen wir Frauen besser über die Geburt aufklären, Frau Lenzen-Schulte? 
  • Professor Norbert Schmacke aus Bremen findet in der Fachzeitschrift “Das Gesundheitswesen” folgende Worte zu meinem Buch: Wer sich auf die Daten subtiler Untersuchungen der gesundheitlichen Situation von Frauen nach der Geburt einlässt, kommt ins Grübeln, wie sinnvoll es ist, von „natürlicher“ Geburt zu sprechen. Auch sonst ist seine Rezension lesenswert.
  • Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Matthias Wenderlein schreibt in seinem Buchtipp in einer Fachzeitschrift, es mache “betroffen, wie wenig wir als Kreißsaaltätige über den veränderten Beckenboden noch viele Jahre nach einer Geburt wissen” ...  (gynäkologie + geburtshilfe 2022; 27 (5), S. 40.
  • EMMA hat ebenfalls im Heft Nr. 6/2022 in diesem Jahr einen Buchhinweis veröffentlicht
  • Die für Frauen gemachte Radioplattform “Femotion” hat das Thema hier aufgegriffen.
  • Im Hessischen Rundfunk war ich in einer Ratgebersendung dabei. (wobei ich nicht weiß, wie lange solche Sendungen noch zu sehen sind)
  • … weitere folgen