Kate Winslet ist auch inkontinent – soll das etwa die Frauen beruhigen?

Im Rahmen einer Recherche für einen Vortrag über Blasenschwäche nach natürlichen Geburten bin ich auf die schon ältere Nachricht gestoßen, Kate Winslet habe in einer Talkshow eingestanden, nach den Geburten ihrer drei Kinder harninkontinent zu sein. Sie werde dafür gefeiert, man müsse sie für dieses Eingeständnis lieben, hieß es in Artikeln zu dieser Meldung. Denn so trauten sich viele Frauen, endlich mal darüber zu reden. Darüber zu reden, dass man inkontinent ist – soll das schon genügen? Sollten Frauen nicht vielmehr auch darüber reden, warum sie inkontinent geworden sind und wie man es vielleicht hätte verhindern können? Als wäre es damit getan, die Inkontinenz einzugestehen. Bei Kate Winslet heißt es gar “Beichte”. Eigentlich sollten Frauen doch anstreben dürfen, gar nicht erst inkontinent zu werden. Wie wäre es, wenn Hebammen “beichten”, dass sie die Inkontinenz einer Frau bei einer natürlichen Geburt nicht verhindert haben, weil der Dammschutz nicht richtig ausgeführt, der Dammschnitt nicht gut gemacht war, der Einsatz der Saugglocke notwendig wurde, weil sie der Frau nicht erklärten, dass sie mit ihrem sehr schweren Kind kaum eine Chance haben würde, nicht inkontinent zu werden und der Frau so die Chance auf eine andere Art der Geburt verwehrt blieb? (mehr …)

Lässt sich das Risiko für eine Verletzung des Beckenbodenmuskels vor der Geburt bestimmen?

Werdende Mütter machen sich immer öfter Sorgen über Geburtsverletzungen von sich selbst und beim Kind während einer natürlichen Geburt. Hier in einem Forum für Schwangere klingt das so: Guten Abend ihr lieben, … Meine große bekam ich per KS, wegen BEL, da gab es auch damals keine Diskussion für mich! Nun ist es jetzt so (23ssw) das ja grundsätzlich erstmal alles für eine normale Entbindung spricht, auch würde ich dieses Erlebnis gerne mitnehmen! Meine größte Angst ist, nicht die Schmerzen während der Geburt), sondern die Verletzungen, die evt dafür sorgen, dass es hinterher untenrum nicht mehr alles so ist wie es mal war Diese Vorstellung lässt mich wirklich über einen WKS nachdenken, obwohl ich das eigentlich nicht möchte.
Eine weitere Angst, ist die Sauerstoffunterversorgung des Kindes unter der Geburt! Könnt ihr mir irgendwie die Angst nehmen?
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Die Mär vom Dammschutz oder warum Geburtshelfer manchmal nicht wissen, was sie tun

Dammschutz hört sich gut an, oder? Schutz für den Damm unter der Geburt. Geht man in einschlägige Auskunftsforen im Internet, schützt angeblich die Hebamme den Damm der Gebärenden, indem sie mit ihren Händen das Heraustreten des Kopfes durch den Geburtskanal dirigiert. Je nach Erklärung liegt eine Hand am Damm – zwischen Anus und Scheidenausgang, die andere am Kopf des Kindes (Kopfbremse). Das mindere die Gefahr, dass die mütterlichen Weichteile einreißen und das Kind durch falsches Beugen des Kopfes Schaden nimmt. So heißt es z.B. bei Navigator-Medizin.de. Stimmt das? (mehr …)