Nabelschnurvorfall – ein Desaster, das man früh erkennen sollte

Kommt die Nabelschnur vor dem kindlichen Kopf in den Geburtskanal in die Quere, so drückt sich das Kind selbst die Blutversorgung ab. Denn durch die Nabelschnur ist es über die Platzenta (den Mutterkuchen) in der Gebärmutter mit der Blutversorgung der Mutter verbunden. Bei der Geburt presst sich der Kopf, oder ein anderer vorangehender Teil des Kindes, maximal eng durch den Geburtskanal nach draußen. Hat sich ein Kind noch nicht tief eingestellt kurz vor der Geburt, gibt es viel Fruchtwasser, ist das Kind sehr klein, sind es Zwillinge oder gibt es eine Lageanomalie, auch beim Ansatz der Plazenta, dann ist die Gefahr größer, dass es zu einem solchen Vorfall der Nabelschnur kommt. Yinka Oyelese plädiert jetzt dafür, dass man systematisch mit Ultraschall vor der Geburt auch nach der Lage der Nabelschnur fahnden soll, um dann einen Kaiserschnitt zu machen. Man könne sich keine andere Bedingung in der Geburtshilfe vorstellen können, unter der „die pränatale Diagnose einen derartig dramatischen Unterschied zwischen Leben und Tod ausmache“, heißt es in dem Leserbrief an die Fachzeitschrift BJOG. (mehr …)

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