Gewicht und Geburt: Soll man sich Stress mit dem Abnehmen machen?

In vielen Ländern der Welt, insbesondere in den Industrienationen Europas sowie in den USA und Australien sind fast die Hälfte aller Schwangeren übergewichtig. Dann ist das Risiko für Mutter und Kind, unter einer natürlichen Geburt Schaden zu nehmen, merklich erhöht. Aber was hilft wirklich, dies zu vermeiden? Schulung und Gewichtskontrolle jedenfalls nicht, wie jüngste Beobachtungen leider zeigen.

Übergewichtige und adipöse Schwangere haben erhöhte Risiken. Sie entwickeln eher einen Schwangerschaftsdiabetes und zu hohen Blutdruck mit der Gefahr eine Eklampsie. Dann drohen Krampfanfälle. Aber auch eine zu großes Kind (Makrosomie) ist bei diesen Müttern ein Problem, das macht die Geburt risikoreicher, den Beckenbodenschaden (und Dammschnitt) wahrscheinlicher, außerdem kann das Kind stecken bleiben (Schulterdystokie), wenn die Wehen der Gebärmutter es nicht schaffen, das die Schulter herauszudrücken. (mehr …)

Epi-No® enttäuscht: Der Beckenbodentrainer schützt nicht vor Muskelriss und Dammschnitt bei natürlicher Geburt

Der Epi-No ®-Beckenbodentrainer hält nicht, was er verspricht. Das Training mit dem aufblasbaren Ballon vor der Geburt soll die Rate an Episiotomien oder Dammschnitten senken, die Geburt insgesamt erleichtern und beschleunigen und vor Geburtsverletzungen am Damm schützen. Das gelingt nicht, wie eine aussagekräftige internationale Studie mit Teams aus Malaysia, Groß-Britannien und Chile zeigt, die von der zur Universität Sydney zugeordneten Klinik in Nepean koordiniert wurde. (mehr …)

Rechtsbeistand bei Geburtsschaden: Wenn Not und Leid Hilfe brauchen

Aufgrund von gemeinsamen Diskussionsbeiträgen zum Thema Kaiserschnitt habe ich den Blog http://www.recht-geburtsschaden.de/ kennengelernt. Ich möchte ihn an dieser Stelle nicht nur verlinken, sondern vorstellen. Es ist traurig, dass Eltern rechtliche Hilfe benötigen, wenn im Verlauf einer Geburt das Kind geschädigt wird. Manchen wird dies Ängste bereiten, dennoch: Je besser man mental auf Eventualitäten vorbereitet ist, desto besser kann man sich auch davor schützen. Die Situation während einer Geburt kann so dramatisch und aufwühlend sein, dass man nicht an alles denkt. Dies vorher überlegt und sich einige Strategien zurechtgelegt zu haben, kann im Zweifelsfall Leben retten. (mehr …)

Natürliche Geburt als Desaster für den Beckenboden

Es gibt „reichlich“ Belege dafür, dass die natürliche Geburt dem Beckenboden schadet. Das steht in einer aktuellen Veröffentlichung der Fachzeitschrift BJOG, einer renommierten britischen Fachzeitschrift für Geburtshilfe. Die Autoren, ein Team von Frauenärzten und Urologen, listen alle guten Studien auf, die in den letzten Jahren erschienen sind. Das Resultat: Eine natürliche Geburt geht klar und eindeutig mit einem höheren Risiko für Harn- und Stuhlinkontinenz und für Prolapserkrankungen, dem Vorfall von Beckenorganen aus der Scheide, einher. Warum sagen sie das so überdeutlich? Weil sie nach der Verletzung, also möglichst unmittelbar nach der Geburt, eine Stammzelltherapie an die „Frau“ bringen wollen. Daran sieht man: Sobald es darum geht, eine neue Therapie in Stellung zu bringen, werden die Schäden durch eine natürliche Geburt schonungslos offen gelegt. (mehr …)

Studie deckt häufige Episiotomie-Fehler auf: Der Dammschnitt wird meistens falsch gemacht

Nur eine Minderzahl von Hebammen und Ärzten ist in der Lage, den Dammschnitt (Episiotomie) im richtigen Winkel vorzunehmen. Diesen Schluss muss man leider ziehen, liest man die jetzt in einem Fachjournal für Uro-Gynäkologie (International Urogynecology Journal) veröffentlichten Ergebnisse einer britischen Studie: Lediglich 15 % der Studienteilnehmer schafften es, den Schnitt durch den Beckenboden an einem Modell innerhalb des vorgegebenen Winkels von 58 bis 62 Grad links oder rechts von der Mittellinie zu führen. Das ist der Bereich, der für einen Dammschnitt als am sichersten gilt. Das sind bemerkenswert viele Versager bei einer Prozedur, die zu den häufigsten chirurgischen Maßnahmen in der Geburtshilfe zählt. (mehr …)